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Kategorie: Swiss Pesäpallo League (SPL) (page 1 of 4)

2021 Finals

Qualifikationsspiele

Für die Teams mit der Ligaplatzierung 3-6 galt es am Sonntag 26. September ernst. In den beiden Qualifikationsspielen Solothurn B (3. Ligaplatz) gegen Wintin Hurjat (6. Ligaplatz) und Baselin Punaset (4. Ligaplatz) gegen Pesis-Hirvet (5. Ligaplatz) ging es um nichts weniger als das Weiterkommen in den Halbfinal oder das bittere Ausscheiden.

Beide Qualifikationsspiele waren bereits beste Unterhaltung. Wintin Hurjat kontert in der zweiten Hälfte gegen Solothurn B. Der Entscheid fällt dann aber im Penalty gegen die Gastgeber aus Winterthur. Und auch im Spiel Baselin Punaset gegen Pesis Hirvet war es eine knappe Sache.

Heim Gast Resultat Details
Finnpesis-Solothurn B Wintin Hurjat 2:1 (9-4)(4-8)[2-1]
Baselin Punaset Pesis-Hirvet 0:1 (1-4)(0-0)

Halbfinale

Das erste Halbfinal zwischen Finnpesis Solothurn A und Pesis-Hirvet war, zumindest für mich, überraschend knapp. Beide Halbzeiten enden unentschieden mit 2-2. Solothurn A legt im Penalty mit einem Lauf vor und lässt dann keine Läufe der Hirvet mehr zu.

Im zweiten Halbfinal besiegen die noch frischen, blau-weissen Zürcher das zuvor durch Wintin Hurjat geforderte Solothurn B.

Heim Gast Resultat Details
Finnpesis-Solothurn A Pesis-Hirvet 1:0 (2-2)(2-2)[1-0]
Sinivalkoiset Finnpesis Solothurn B 2:0 (7-3)(5-3)

Das Finale

Die Meister aus dem Vorjahr konnten sich im Final gegen Solothurn knapp im Zusatzdruchgang durchsetzen. Gratulation Zürich Sinivalkoiset!

Heim Gast Resultat Details
Finnpesis Solothurn A Sinivalkoiset 1:2 (3-4)(3-0)(0-1)

Im Anschluss an das Final gab es natürlich noch die Siegerehrung sowie die Ehrung der besten Spieler, Newcomer und mit Ronya Nieminen als Lukkari die erste unserer Ligageschichte.

Schweizer Meister 2021 – Zürich Sinivalkoiset

Best Players

von Links: Jesse, Samuli, Bailey, Jänu, Döme, Rob, Ronya, Näthu

Nathanael Greuter, Finnpesis Solothurn

MVP of the Tournament
Zürich SinivalkoisetRob-Roy Roedel
Finnpesis Solothurn ADominic Maldini Meier
Finnpesis Solothurn BJanick Berger
Baselin PunasetSamuli Nieminen
Wintin HurjatJesse Saikkonen

Best Newcomers

Pesis-HirvetBailey Curzadd

1st Female Lukkari in SPL

Baselin PunasetRonya Nieminen

Merci

Einmal mehr geht eine einzigartige Saison zu ende. Hoffentlich war dies die letzte Saison welche verkürzt werden musste. Wahrscheinlich waren es auch vorerst die letzten Spiele auf Zeitlimite. Und vermutlich waren es leider auch die Letzten auf einem Sandplatz wie in Winterthur und Basel.

Liebe Spieler und Spielerinnen, herzlichen Dank für eurer Interesse, eure Treue und Leidenschaft. Ohne euch wäre unsere Sportkultur um eine Perle ärmer. Darum freut es mich umso mehr zu sehen, dass auch dieses Jahr neue Gesichter zu uns gestossen sind.

Für mich geht ein besonderer Dank an alle Schiedsrichter/innen, ja – auch die Nest- und Linienrichter! Eure Aufgabe ist anspruchsvoll und die Emotionen im Spiel können teilweise undankbar erscheinen. Diese scheinbar kleine, nebensächliche Pflichtaufgabe ist nicht nur ein Grundstein unserer Liga, sondern auch wesentlich-mitbestimmend über Spielfreude und Niveau. Merci!

Und last but not least: Vielen Dank an Wintin Hurjat für das tolle Finalwochenende!

Auf Bald

2022 wird bestimmt auch so seine Merkmale mitbringen. Schliesslich wird unser Sport 100 Jahre alt, bei uns in der Schweiz wird seit rund 30 Jahren gespielt und unsere kleine Liga wird auch schon 10. Ich bin gespannt und freue mich auf die nächste, gute Zeit mit euch.

Ligaresultate 2021

Am Samstag 25. September fanden die letzten Ligaspiele der Saison statt. Für die Teams war das nocheinmal die Gelegenheit Ihre Ausgangsposition für die Finalrunde am Sonntag zu verbessern.

Begegnungen

Heim Gast Punkte Resultate
Pesis-Hirvet Finnpesis-Solothurn B (0-3) 3:13
Baselin Punaset Sinivalkoiset (0-3) 5:11
Finnpesis Solothurn A Wintin Hurjat (3-0) 9:3
Finnpesis-Solothurn A Sinivalkoiset Rang 1/2 (4-0)(1-1)
Finnpesis Solothurn B Baselin Punaset Rang 3/4 (4-1)(2-1)
Pesis-Hirvet Wintin Hurjat Rang 5/6 (4-1)(2-0)

Tabelle nach 3/3 Spieltagen

TeamLäufe erzieltLäufe erhaltenVerhältnisPunkte
Solothurn A4621+2512
Sinivalkoiset4633+1312
Solothurn B3728+99
Baselin Punaset4642+49
Pesis-Hirvet3347-143
Wintin Hurjat 2057-370
Tabelle nach Ligaspieltagen

Und damit waren die Startplätze für den Finalsonntag geklärt.

Zweiter Spieltag in Winterthur

Wie jedes Jahr wird das Finalwochenende noch einmal spannend. Zum einen werden wir sehen ob und wie Solothurn mit Ihren Teams am Finalwochenende auftritt und vermutlich wird auch die Basler offensive wieder mitmischen.

Begegnungen

Heim Gast Punkte Resultate
Pesis-Hirvet Wintin Hurjat (3-0) 7:5
Finnpesis Solothurn B Baselin Punaset (3-0) 7:5
Finnpesis Solothurn A Sinivalkoiset (3-0) 14:7
Pesis-Hirvet Baselin Punaset (0-3) 11:14
Sinivalkoiset Wintin Hurjat (3-0) 14:3
Finnpesis Solothurn A Finnpesis Solothurn B (3-0) 6:1

* Pesis-Hirvet mit nur 6 eigenen Spieler.

Und hier geht es zur aktuellen Ligatabelle.

Endlich wieder Pesäpallo!

Nachdem der erste Ligaspieltag wegen den Corona-Schutzmassnahmen abgesagt werden musste und deshalb die Saison in Absprache mit allen Teamverantwortlichen neu aufgegleist wurde, trafen sich sechs Pesäpallo-Teams in Solothurn zu dem sehnlichst erwarteten Saisonauftakt.

Sechs Teams? Ja, sechs Teams! Nachdem im letzten Jahr Solothurn schon gerne mit zwei Teams angetreten wäre, dies aber durch die verkürzte Saison verhindert wurde, spielten zwei fast vollständige Solothurner Teams am Spieltag mit. Aber nicht nur Solothurn konnte auf viele Spielerinnen zurückgreifen, auch Winterthur reiste mit zahlreichen, neuen Spielerinnen an. Die Pesäpallo-Community wächst weiterhin in der Schweiz; gerne begrüsse ich alle Neulinge mit einem herzlichen Willkommen!

Die Frage, weshalb eine Randsportart wie Pesäpallo in der Schweiz dem Vereinssterben trotzen kann, ist ziemlich einfach zu beantworten:
Die Kontinuität der letzten Jahre (Herzlichen Dank vorallem an alle Teamverantwortlichen!) und die Freundschaftlichkeit der einzelnen Mannschaften sowie die Attraktivität des Sportes motivieren ungemein!

Auch sportlich wurde einiges geboten, alle Spiele fanden auf einem hohen Niveau statt, die Spielfreude war bei allen Teams ersichtlich. Auf ein Neues am 22. August in Winterthur!

Begegnungen

Heim Gast Punkte Resultate
Finnpesis Solothurn A Baselin Punaset (0-3) 5:7
Sinivalkoiset Pesis-Hirvet (3-0) 7:4
Finnpesis Solothurn B Wintin Hurjat (3-0) 8:6
Finnpesis Solothurn A Pesis-Hirvet (3-0) 7:2
Baselin Punaset Wintin Hurjat (3-0) 13:2
Finnpesis Solothurn B Sinivalkoiset (*-*) *:*

* Spiel Finnpesis Solothurn B gegen Sinivalkoiset musste wetterbedingt verschoben werden.

Und hier geht es zur aktuellen Ligatabelle.

Pesäpallo 2020

Läck, waren die Pesäpallo-Liga-Pläne für die Saison 2020 gross! Nach einem Meeting der Teamcaptains im Januar 2020 schien es besiegelt; sechs Teams spielen in der anstehenden Saison im ausgeklügelten Spielmodus untereinander um den Titel. Die Vorteile für Solothurn wie aber auch für die gesamte Pesäpallocommunity eines zweiten Solothurnerteams waren genügend überzeugend um diesen Entscheid einstimmig zu fällen.

Nun, ja, äähh, dann kam Corona; Spieltage wurden abgesagt, Diskussionen geführt und die Entscheidung gefasst, diese verkürzte Saison, falls irgendwie möglich, doch noch durchzuführen.

Es zeugt von grossem Teamplay, dass alle Mannschaften die grossen Pläne dem Sport willen problemlos um ein Jahr nach hinten schoben, Austragungsorte neu festlegten und Verantwortung übernahmen.

Finalweekend Basel

Und so fanden wir uns nach einem tollen Spieltag in Winterthur zum finalen Weekend Ende September in Basel wieder. Die Vorfreude auf die gemeinsam zu verbringende Zeit mit der schweizerischen Pesäpallofamilie und tollem Pesäpallosport war spürbar! Das ganze Finalweekend war hervorragend von der Basler Mannschaft organisiert und liebevoll vorbereitet worden; herzlichen Dank!

Und nun meine lieben LeserInnen verlasse ich die Art des objektiven Schreibstils und schreibe schlicht als Reto Brotschi, Teamcaptain von Finnpesis Solothurn. Bitte verzeiht mir allfällige subjektiven Eindrücke, Gedanken…

Ich spiele Pesäpallo seit mehr als 25 Jahren. Ich spiele mit unbändiger Freude, mit viel Leidenschaft und grossem Einsatz. Ich habe die Anfänge und Entwicklungsschritte des Pesäpallosportes in der Schweiz miterlebt; dieses Weekend war für mich mit meinem Hintergrund ein einmal mehr tolles Ereignis.

Die Teams leben eine kollegiale Rivalität, viele SpielerInnen unterschiedlichster Teams pflegen Freundschaften. Gemeinsame Erlebnisse wie die Schweizer Liga, drei Weltmeisterschaften, gelegentliche Freundschaftsspiele und gemeinsame Trainings haben uns über all die Jahre einander nähergebracht.

Auch sportlich hat sich einiges getan; die Teams geniessen gemeinsam das Kräftemessen, der Pesäpallosport in der Schweiz ist schneller, technischer und taktischer geworden. Diese Entwicklung aktiv miterleben zu dürfen macht mich glücklich! Ich hatte an diesem Wochenende zwar zwischendurch Mühe mit den emotionalen Reaktionen einzelner SpielerInnen bezüglich Schiedsrichterentscheidungen, aber abgesehen von diesen vereinzelten «irritierenden Momenten» erlebte ich fairen Sportsgeist und hochstehende Spielkunst.

Gerne richte ich nun den Blick auf das sportliche Geschehen vom Finalsonntag. Nach spannenden Halbfinalspielen gegen Baselin Punaset und Pesis Hirvet standen sich im Finalspiel am Sonntagnachmittag Zürich Sini Valkoiset und der seit 13 Jahren aktive Schweizermeister Finnpesis Solothurn gegenüber. Aufgrund der Begegnungen der letzten Jahre wurde ein spannendes und knappes Spiel erwartet.

Entgegen der gängigen Meinung, dass nach mehreren Erfolgen sich einmal Sättigungsgefühle breit machen, brauchte mein Team keinerlei mahnende Worte als Motivation. Die Zielsetzung war klar, wir wollten unseren Meistertitel auch in diesem Jahr verteidigen.

Was dann folgte war ein Spiel auf hohem Niveau; gute Schläge und Würfe von beiden Seiten, tolle Läufe und ganz viel knappe Entscheidungen, die jedes Sportlerherz höher schlagen liessen. Zürich konnte sich nach einem verhaltenen Start und der verlorenen ersten Spielhälfte mit dem Skore von 2-10 beträchtlich steigern und gewann die zweite Halbzeit mit 4-2. Es musste das Zusatzend entscheiden.

Wenn ich die vergangenen Schweizermeisterschaften Revue passieren lasse, habe ich unzählige Szenen im Sinn, in denen Finnpesis Solothurn sich dank unerklärlichen Leistungssteigerungen und/oder auch glücklichen und knappen Entscheidungen den Sieg holen konnte. In diesem Jahr aber liessen sich die nervenstarken Zürcher den Sieg nicht mehr nehmen. Mit einer tollen Mannschaftsleistung unter der Führung von Jani Tedaldi gewannen die Zürcher das Zusatzend hochdramatisch und verdient mit 2-1.

Die fröhlichen Bilder der ZürcherInnen beim Feiern des ersehnten Titels lösten bei mir und meinem Team trotz der Niederlage auch Glücksgefühle aus. Wir haben uns in den letzten Jahren so oft mit Zürich duelliert, den treuen und überwältigenden Einsatz vieler ZürcherInnen (Kari, Jani, Aino, Xavier, Katja, Kusi um nur einige zu erwähnen!) haben wir alle miterleben dürfen… …Der Schweizermeistertitel ist der verdiente Lohn für diesen Einsatz und auch für die sportlichen Leistungen in diesem Jahr. Von Herzen gratulieren wir Zürich Sini Valkoiset!

Ach ja, die Solothurner die vor knapp einem Jahr in Indien an der WM gespielt haben, finden, dass sich «Vizeweltmeister» um ein Vielfaches besser anfühlt als «Vizeschweizermeister». Oder anders formuliert, wir freuen uns auf die Saison 2021!

Autor: Reto
Fotos: Sanna / Stefan

Resultate vom 16. August

Begegnungen

Heim Gast Punkte Resultate
Finnpesis Solothurn Sinivalkoiset (2-1)(6-1) 2:0
Baselin Punaset Wintin Hurjat (6-3)(5-2) 2:0
Finnpesis Solothurn Pesis-Hirvet (3-3)(1-0) 1:0
Sinivalkoiset Baselin Punaset (2-1)(6-6) 1:0
Pesis-Hirvet Wintin Hurjat (5-3)(1-1) 1:0

Tabelle nach 1/2 Spieltagen

TeamLäufe erzieltLäufe erhaltenVerhältnisPunkte
Finnpesis Solothurn125+75
Baselin Punaset 1813+53
Pesis-Hirvet98+12
Sinivalkoiset1015-52
Wintin Hurjat 917-80

Video Beitrag zum Pesäpallo Final

Video by Timo Teräväinen (www.teravainen.fi)

Auch die finnische Seite pesis.fi hat über das Wochenende berichtet. (Artikel auf pesis.fi)

Kittos Timo!

Back Home

Über Heimat sagt man, sie sei kein Ort, sonder vielmehr ein Gefühl. Wir, Katja und ich, haben vor knapp einem Jahr unser Zuhause gewechselt. Wir sind nach Finnland gezogen, in usere zweite Heimat. Trotzdem verbindet uns mit der Schweiz weiterhin eine Menge. Unter anderem auch die Pesäpallofamilie in der Schweiz. Seit 2010 waren bzw. sind wir Teil dieser Familie.

Wir haben vor 9 Jahren bei den Sinivalkoiset erste Erfahrungen mit unserem geliebten Sport sammeln dürfen und wurden sofort mit offenen Armen empfangen. Nicht nur von den Teammitgliedern, sondern auch von unseren Gegnern auf dem Platz, welche im Laufe der Jahre immer mehr auch unsere Freunde neben dem Platz wurden.

Als wir die Zürcher Mannschaft im Sommer diesen Jahres fragten, ob wir im Herbst wieder mitspielen dürfen, kam sofort ein dickes Ja als Antwort. So buchten wir die Flüge und warteten voller Vorfreude auf das anstehende Finalwochenende in Solothurn. Als das lange Warten endlich ein Ende nahm, erwarteten uns von allen Seiten dieselben offenen Arme, welche uns vergangenen Herbst verabschiedet haben. Pesäpallo in der Schweiz ist mehr als nur der Sport selbst. Es ist natürlich Spannung, Nervosität, Ehrgeiz, Siegeswille und Aufopferung für das eigene Team. Es verkörpert aber gleichzeitig auch Respekt vor den andern Teams, den anderen SpielerInnen und grosse Fairness, auch im Moment der Niederlage. In einer Sportwelt, in welcher diese Werte leider immer mehr in den Hintergrund zu rücken scheinen, ist es umso erstaunlicher, dass unsere Sportart uns alle in einem verbindet: Im Interesse, diese wunderbare Randsportart weiterzubringen. Als Gegner und als Freunde.

Leider hat es wieder nicht gereicht, den Solothurner Schnellzug aufzuhalten. Gleichzeitig konnte man aber feststellen, dass sich die Teams annäherten, so dass möglicherweise schon bald ein anderer Sieger den Pokal in die Höhe stämmen kann. 

Für Katja und mich, aber auch für Toni, der mit seiner Partnerin nach München gezogen ist, war es ein wunderbares Comeback auf Schweizer boden. Nicht wegen des für unser Team etwas enttäuschenden Verlaufs des Finalwochenendes, sondern weil wir uns sofort wieder Zuhause fühlten. Umgeben von Freunden. Umgeben von der Schweizer Pesäpallofamilie. 


Unser Dank richtet sich natürlich an unser grossartiges Team aus Zürich, aber gleichzeitig auch an alle Gegner aus der Ostschweiz, Solothurn, Basel und Winterthur. Wir freuen uns, auch in Zukunft das ein oder andere Mal wieder dabei sein zu dürfen, und mit und gegen euch um die Krone im Schweizer Pesäpallo zu kämpfen. Und um mit euch danach, egal ob Sieg oder Niederlage, auf diesen bemerkenswerten Spirit anzustossen. In unserer Heimat. 


Herzlich, Katja und Markus

Sonntag der dreizehnte

Auch wenn pesis.ch keine Boulevardzeitung ist erlauben wir uns auch einmal diese Überschrift. Denn am vergangenen Sonntag trifft der Titel für verschiedene Akteure sowohl im Positiven als auch im Negativen irgendwie zu.

Positiv war mit Sicherheit das Wetter. Denn es war nicht wie damals 2014 am Finaltag, verregnet mit Gewitter, sondern angenehm und sommerlich.

Wintin Hurjat vs Baselin Punaset

Im ersten Spiel zwischen Baselin Punaset und Wintin Hurjat ging es um den Einzug ins Halbfinal. Am Vortag gewann Winterthur noch in einer längeren Partie gegen die Basler. Doch am Sonntag ging die Begegnung der beiden Teams «ins Auge». Ein Ball springt tükisch vom Boden auf und trifft eine Hurjat-Spielerin auf der zweiten Base im Gesicht. Kurze Zeit darauf ergeht es einem Mittelfeldspieler nahezu gleich. Sichtlich benommen und mit der Ungewissheit über die Gesundheit der beiden versucht Wintin Hurjat das Spiel noch zu drehen – vergebens. Baslin Punaset gewinnt mit (1:13) und (5:6) schlussendlich 2:0.

Wir Hoffen auf «Glück im Unglück» und wünschen den beiden Verletzten Hurjats beste Genesung.

Erster Halbfinal

Finnpesis Solothurn trifft als Ligazweiter auf das drittplatzierte Sinivalkoiset aus Zürich. Aber auch diese Begegnung ging am Vortag noch anders aus. Die Zürcher verlieren gegen den Serienmeister 2:0 mit (4:1) und (1:0). Mit den Solothurnern im Final stellt stellt sich Sinivalkoiset fürs Spiel um den dritten Platz auf.

Zweiter Halbfinal

Pesis Hirvet gegen Baselin Punaset. Auch diese Partie hatten wir doch schon am Samstag? Und auch hier kam es anders. Basel schaffte es den Druck unter dem Sie am Tag zuvor scheinbar noch Mühe bekundeten den Hirvets aufzuspielen. Und ehe man sich versah steht es (1:2) und (2:6). Das jüngste schweizer Team steht schon im zweiten Jahr im Final!

Kleiner Final um Platz 3

Noch etwas benommen von der Niederlage treten die Hirvets gegen die Zürcher im Spiel um Platz 3 an. Wie man es von Sinivalkoiset fast schon gewohnt ist mobilisieren Sie am Finaltag offenbar noch magische Kräfte. Auch wenn das Resultat knapper klingt als es vermutlich war – (2:1) und (3:2).

Pesis Hirvet, ganz nach dem Motto «Sonntag der dreizehnte», stürzt von der Tabellenführung auf den vierten Schlussrang. Und auch das ist eine Wiederholung. Genau – wie 2014.

Das grosse Final

Uns gibt sich ein seltsames Bild. Auf der einen Seite Baselin Punaset. Die Basler kämpften sich vom letzten Ligaplatz zuvor über zwei Spiele bis ins Final. Für Sie ist es das allererste Final um den Titel. Auf der anderen Seite das grosse Finnpesis Solothurn vor duzenden Zuschauern. Beim Anblick der solothurner Ersatzbank könnte man als Spieler vor Ehrfurcht schon fast Hühnerhaut bekommen.

Basel beginnt offensiv und erzielt einen Lauf. Gespannt erwarten wir das Solothurner Wechselspiel. Anfangs noch etwas harzig kommen die Titelverteidiger aber schnell in Fahrt. Und wer Sie, kennt die lieben Solothurner – «wenn’s Läuft dann läufts»!

Basel hält dagegen soweit möglich. Taktisch schaffen Sie es den Meister immer mal etwas zu fordern. Es gelingen Ihnen über das Spiel hinweg noch weitere Läufe aber gegen die spielerische Qualität von Solothurn müsste heute alles passen. So ein 3+3 Final Modus mit einem langen Wochenende in den Knochen ist auch nicht ohne.

So kommt es zu einem Show-Lauf der Solothurner. Nicht nur offensiv, auch auf dem Feld bieten sie dem Heimpublikum beste Unterhaltung.

Finnpesis Solothurn – Baselin Punaset (8:2)(10:3) 2:0

Basel hat durch die Saison immer wieder überrascht, neue Akzente im schweizer Pesäpallo gesetzt und steht im der zweiten Saison bereits im Final. Wir können nur ahnen was da in Basel gestartet hat – auch Solothurn wird sich nochmals verbessern müssen wenn sie Ihre Serie weiter ausbauen möchten.

Dreizehn

Manchmal scheinen Wiederholungen so unwirklich dass man Sie irgendwie nicht richtig fassen kann. Sei es fast ein und dasselbe Unglück hintereinander, drei Begegnungen die sich wiederholen und alle anders enden als am Vortag, ein wiederholter Sprung von Tabellenplatz 1 auf 4, oder dass ein Team 13 Jahre in Folge schweizer Meister ist.

Das mit den scheinbaren Zusammenhängen ist es eben so eine Sache wie mit der Dreizehn. Man kann daran glauben – oder holt sich den Titel.

Final Ranks & Best Players

Schweizer MeisterFinnpesis Solothurn
2ndBaselin Punaset
3rdZürich Sinivalkoiset
4thPesis-Hirvet
5thWintin Hurjat

Kittos & Merci

We are really happy to have continous support from finland to come and judge our crutial finals. Thank you Miko for your extraordinary efforts and staying with us this weekend! We hope you had a chance to enjoy your stay and we wish you a safe trip home.

Ebäfalls ad Gastgeber in Solothurn – viele herzliche Dank. Isch wieder Top gsi bi euch!

Resultate Spieltag 4

Mit viel Spielfreude, bei schönem Herbstwetter und der Sauna am Spielfeldrand ging es am Samstag in Solothurn noch darum die Ausgangslage für die Finalrunde zu klären. Beim Serienmeister Finnpesis Solothurn und den Pesis Hirvet ging es um die Tabellenspitze und somit darum ob man am Sonntag das Halbfinal gegen den viert- oder drittplatzierten bestreitet. Sinivalkoiset, Wintin Hurjat und Basel Punaset kämpften um die Ränge 3 bis 5 und somit auch um eine allenfalls bessere Startposition für Sonntag.

Begegnungen

Heim Gast Punkte Resultate
Finnpesis Solothurn Sinivalkoiset (3-3)(1-1)[0-1] 0:1
Baselin Punaset Pesis-Hirvet (2-3)(2-3) 0:2
Sinivalkoiset Wintin Hurjat (1-2)(2-1)[5-6] 1:2
Finnpesis Solothurn Pesis-Hirvet (4-0)(0-1)[2-3] 1:2
Baselin Punaset Wintin Hurjat (5-6)(4-5) 0:2

Tabellenführung

Das Duell um den ersten Tabellenplatz können die Hirvets in der Verlängerung für sich entscheiden. Nachdem die Solothurner mit 2 Punkten aus 3 Versuchen vorlegten, konterten die Ostschweizer mit einem Kunnari und einem Lauf im zweiten.

Pesis Hirvet, Freude nach dem Sieg gegen Finnpesis Solothurn

Tages-Sieger

Für die Überraschung sorgt aber eigentlich Wintin Hurjat. Die Winterthurer erzielen 14 Läufe und verdoppeln damit ihre Gesamtläufe der Saison. Sie gewinnen gegen Sinivalkoiset in der Verlängerung und auch Baselin Punaset schlagen sie in einer hart umkämpften Partie mit 0:2. Leider reichten auch die meisten Läufe des Tages und beide Siege nicht mehr für dritten Tabellenrang. Sinivalkoiset schnappte mit einem Sieg gegen Finnpesis Solothurn den besagten dritten Platz und retten sich somit vor dem weniger beliebten ersten Sonntagsspiel.

Tagestabelle

Team Läufe erzielt Läufe erhalten Verhältnis Punkte
Wintin Hurjat 14 12 +2 5
Pesis-Hirvet 7 8 -1 5
Sinivalkoiset 7 7 0 3
Finnpesis Solothurn 8 5 +3 2
Baselin Punaset 13 17 -4 0

Mit dem Spieltag endet die bisher Spielreichste Liga-Saison. Insgesamt gab es unglaubliche 223 Läufe (exkl. Finals) zu sehen und jedes Team sorgte für das eine oder andere Highlight.

Gesamttabelle nach 4 / 4 Spieltagen

Team Läufe erzielt Läufe erhalten Verhältnis Punkte
Pesis-Hirvet 67 27 +40 20
Finnpesis Solothurn 63 16 +47 19
Sinivalkoiset 33 66 -33 9
Wintin Hurjat 28 57 -29 6
Baselin Punaset 32 57 -25 5

Beitrag zum Sonntag über die Finalrunde folgt.

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